Wildtier-Wohnzimmer: Biber

Grafik mit Slogan "Wildtier-Wohnzimmer" und einem Bild vom Biber

Dieses heimische Wildtier lebt in einer echten Burg – aber nicht aus Stein! Die Rede ist vom Biber, dem größten Nagetier hierzulande. Er lebt am liebsten in der Nähe von Flüssen, Seen oder Bächen – und ist ein echtes Familientier.

Seine „Burg“ baut der Biber aus größeren Ästen, Zweigen und Schlamm. Der Eingang ist extra unter Wasser versteckt, damit Feinde nicht so leicht hineinkommen. Wenn der Wasserstand nicht ausreicht oder stark schwankt, baut der Biber Dämme. So sorgt er dafür, dass immer genug Wasser da ist und sein Zuhause sicher bleibt. Ganz schön clever, was?!

Eine Biberfamilie hat oft mehrere Wohnplätze. Es gibt den einfachen Erdbau bis hin zur vollständig von Wasser umgebenen Biberburg.

Drinnen im Biberbau gibt es gemütliche „Wohnzimmer“, die Wohnkessel genannt werden. Die sind etwa 30 bis 40 Zentimeter tief und haben einen Durchmesser von rund einem Meter. Ältere Biberburgen können riesig werden – manchmal sogar mehr als zehn Meter breit – mit mehreren Eingängen und Räumen!

Außerdem gräbt der Biber viele geheime Tunnel in seinem Revier. Diese nutzt er als Fluchtwege, Verbindungen zwischen Gewässern oder als versteckte Ausgänge.  

Und damit jeder weiß, wem das Gebiet gehört, markiert die ganze Familie ihr Revier mit einem besonderen Duftstoff, dem so genannten Bibergeil, einem öligen Sekret aus Drüsen am Hinterkörper. So zeigen sie anderen Bibern: „Hier wohnen wir!“

Wie es in so einem Biberbau innen drin aussieht, zeigt dir Jan Haft in diesem Video.

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