
Heute werfen wir mal einen Blick in das Wohnzimmer einer…Hummel! Und das befindet sich nicht in etwa einer wunderschön leuchtenden Blüte, sondern tief unter der Erde. Zumindest gilt das für die Erdhummel, die am häufigsten in Europa vorkommt.
Die nistet am liebsten in verlassenen Mäusenestern oder Maulwurfbauten, die bis zu 1,50 Meter tief unter der Erde liegen.
Den Nistplatz sucht die Königin aus. Dabei achtet sie darauf, dass es in der Umgebung genügend nektarreiche Blüten gibt. Denn die Königin besucht bis zu 6.000 Blüten, um ihre erste Brut aufzuziehen.
Aus Wachs, das sie aus ihrem Hinterleib ausscheidet, formt sie kleine, tonnenartige Kammern. Einige dienen als Vorratskammer, in denen sie Nektar und Pollen für die Versorgung speichert. Andere dienen als Brutnester. In diese legt die Erdhummel ihre Eier. Aus den geschlüpften Larven entwickeln sich dann die Arbeiterinnen für den neuen Hummelstaat. Bis zu 500 Erdhummeln leben später in einem Nest.
Und die Hummeln haben faszinierende Strategien entwickelt, um ihre Brut vor Gefahren tief unter der Erde zu schützen. Wenn es zu heiß wird im Hummelnest, dann werfen die Arbeiterinnen ihre ganz eigene „Klimaanlage“ an. Das heißt, sie kühlen die Luft mit heftigen Flügelschlägen. Wird es zu nass, fächeln die Hummeln ihre Brut trocken und saugen das Regenwasser ab. Cool, oder? Was die Hummeln noch so für coole Sachen drauf haben, das erklärt dir Jan Haft in diesem Video.
