Forschertipp: Waldameisen beobachten

Grafik mit Forschertipp und Nahaufnahme einer Waldameise

Hast du schon einmal etwas länger einen Ameisenhügel beobachtet? Auf den ersten Blick sieht das aus wie ein einziges Durcheinander. Aber in Wirklichkeit ist ein Ameisenstaat ein perfekt organisiertes Team, in dem jede Ameise ihre Aufgabe hat. Mit einem kleinen Trick kannst du herausfinden, wie clever die Tiere zusammenarbeiten.

Dafür löst du einen Zuckerwürfel in etwas Wasser auf. Mit einem Pinsel malst du dann ein Muster auf ein Löschpapier, zum Beispiel eine große „8“. Lege das Blatt in die Nähe einer Ameisenstraße und dann geht es ans Beobachten.

Was passiert mit der Ameisenstraße? Krabbeln bald ganze Ameisen-Kolonnen zu deinem Zuckerwasser und leiten ihren Weg um? Oder sind es nur einzelne Kundschafter, die die neue Leckerei entdecken und einzelne Zuckerkristalle zum Hügel schleppen?

Wenn eine Ameise etwas Gutes findet, hinterlässt sie nämlich eine unsichtbare Duftspur. Über die finden dann auch die anderen den Weg zum Schlaraffenland. So kannst du live miterleben, wie die Ameisen sich gegenseitig Nachrichten hinterlassen und das ganz ohne Worte!

Aber ganz wichtig: Sei vorsichtig und rücksichtsvoll! Alle 13 hügelbauenden Waldameisenarten in Deutschland sind vom Aussterben bedroht. Deshalb stehen sie unter Schutz. Beobachten ist erlaubt – anfassen nicht!

Die Anleitung zu dem Experiment findest du hier und mehr über das Leben der Waldameisen erfährst du hier.